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Ehrenmitglied Hans Ebersberger gestorben

Letzte Aktualisierung: 30. November 2010

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Ehrenmitglied Hans Ebersberger ist heute im Alter von 77 Jahren gestorben.

BFV-Ehrenmitglied Hans Ebersberger ist heute Vormittag im Alter von 77 Jahren gestorben. Der Bayerische Fußball-Verband trauert um einen verdienten Funktionär, der sich als Mitglied des Verbandsvorstandes und als Vorsitzender des Bezirks Oberfranken über Jahrzehnte hinweg um den Fußball verdient gemacht und vor allem das Schiedsrichterwesen entscheidend mitgeprägt hat.

Die Funktionärslaufbahn begann für den gebürtigen Fürther, gelernten Bäckermeister und seit 1948 aktiven Schiedsrichter 1959 in Mittelfranken als Beisitzer des Bezirks-Schiedsrichter-Ausschusses und Bezirkslehrwart. Und daran sollte sich eine steile Karriere anschließen. Von 1963 bis 1971 bekleidete er die Position des Landes-Lehrwartes, von 1969 bis 1976 war er Vorsitzender des Verbands-Schiedsrichterausschusses, ehe er sich von 1976 bis 1990 als Vorsitzender um den Verbands-Spielausschuss  kümmerte. Gleichzeitig war Ebersberger Vorsitzender der Prüfungskommission beim Erwerb der Trainer-B-Lizenz in Bayern. Im Jahr 2002 wurde Ebersberger zum Verbandsehrenmitglied des Bayerischen Fußball-Verbandes ernannt.

Über 20 Jahre lang war Hans Ebersberger zudem beim Deutschen Fußball-Bund als Schiedsrichter-Lehrwart tätig und kümmerte sich als Verantwortlicher im DFB-Schiedsrichterausschuss um Werbung, Imagepflege und Nachwuchsgewinnung. Gleichzeitig war er als internationaler Delegierter und Spielbeobachter der UEFA sowie als Instruktor des Fußballweltverbandes FIFA im Einsatz.

Seine vielseitigen Fähigkeiten verstand Ebersberger auch in seinem Berufsleben gewinnbringend und erfolgreich einzusetzen. Zunächst als Oberstudienrat und später als Direktor leitete er die Geschicke des Wirtschaftswissenschaftlichen Gymnasiums in Bayreuth, wobei er sich als BFV-Schulfußballbeauftragter für Oberfranken und als Mitglied des BLSV-Ausschusses "Sport in Schule und Verein" auch dafür einsetzte, Schulen und Vereine eng miteinander zu vernetzen, um den Nachwuchs für die Zukunft zu sichern. Um den Schulsport nachhaltig zu fördern und unter anderem bei der Beschaffung von Sportgeräten und der Organisation von großen Schulsportveranstaltungen zu unterstützen, rief er im Jahr 1998 die Hans-Ebersberger-Stiftung ins Leben, die 2007 in eine rechtsfähige Stiftung umgewandelt worden ist.  Zusätzlich leitete Ebersberger ab 1975 bzw. 1976 auch die Berufsoberschule und die Volkshochschule in Bayreuth und hatte den Vorsitz der Meisterprüfungsausschüsse der Handwerkskammer von Oberfranken für Bäcker und Konditoren inne.

Für seine zahlreichen Verdienste um Schule und Sport wurde Ebersberger, der als Führungspersönlichkeit vor allem durch seine Geradlinigkeit, sein Durchsetzungsvermögen, seinen analytischen Sachverstand, sein universelles Fachwissen und seine brillante Rhetorik auffiel, mit zahlreichen Ehrungen bedacht. Unter anderem wurde der Fürther mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse ausgezeichnet. Zudem erhielt er die DFB-Verdienstnadel, die Goldene Ehrenspange des DFB, sowie die BFV-Verbands-Verdienstnadeln in Gold und Silber.  

 

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